Faszination Natur

Manche sind sehr auffällig und farbenprächtig. Einige sehen aus wie Meereskorallen. Fällt der Name des Pilzes erkennt man ihn schon auf Anhieb, wie etwa bei der Rotkappe. Viele sind Meister der Tarnung und nur schwer zu entdecken. Es gibt welche, die sind da und nach wenigen Stunden nur noch schwarze Tinte. Aufgrund der grünen Farbe erscheint er giftig und ist es dennoch nicht. Andere stinken sogar so, dass ein ganzer Klassensaal zum unangenehmen Ort wird.

Einige sind sehr selten und werden in anderen Kulturen aufgrund ihrer positiven Eigenschaften als wertvolle Heilpilze verehrt.

Vor allem aber sind sie schön anzusehen und bei der Suche nach ihnen entdeckt man noch viel mehr.

 

 

 

Rotkappe, Klebrige Hörnlinge (2x), Grünspanträuschling, Steife Koralle, Krause Glucke, Gelborangemilchender Helmling, Koralle, Struwwelkopf-Röhrling, Ochsenzunge, Spitzkopfmorchel, Tintenfischpilz (im Glas aus einem Hexenei "geschlüpft"), Rotrandiger Baumschwamm und Birkenporling, Hasenpfotentintlinge und eine Ringelnatter.


Sparriger Schüppling, Grüne Schwefelköpfe, Dachpilz, ein Strauß Pilze (Violette Lacktrichterlinge), vom Schimmelpilz befallener Pilz, Violetter Lacktrichterling, Schwefelporling (Englisch: Chicken of the wood), Flaschenstäublinge, getrockneter Klebriger Hörnling, Spechttintling, Ochsenzunge (Englisch: Poor man's beefsteak) und das "Blut" läuft deutlich in die Pfanne beim Anbraten der Ochsenzunge (auch Leberreischling). Die Ochsenzunge schmeckt übrigens ganz gut und ist leicht säuerlich.

Zwei Judasohren aus dem Schwarzwald. Ein schöner Winterfund.

Nachts im Wald...Auf der Suche nach dem "Leuchtenden Holz" verursacht durch das Hallimaschmyzel immerhin ein Fliegenpilz. Dank Starkregen ohne Tupfer.

Goldgelber Zitterling auf dem Hamburger Parkfriedhof und ein Spechttintling.

Halskrausenerdstern, Dunkelvioletter Schleierling, Herkuleskeulen auf der Karlsruher Frischpilz-Ausstellung (die Pilze sind Funde aus der Pfalz), Goldflüssiger Milchling und die Schmetterlingstrameten. Die Frühjahrslorchel darf nicht mit den Morcheln verwechselt werden, da sie giftig ist.

 


Essen aus der Natur (ohne Pilze)

Kettenlabkrautsmoothie, ein Salat auf einer Trekking-Tour aus Buchenkeimlingen und die Unterscheidung zwischen Bärlauch und dem giftigen Maiglöckchen. Der Bärlauch hat ein Blatt pro Stängel und das Maiglöckchen zwei. Die Blätter des Maiglöckchens sind leicht glänzend im Vergleich zum matten Bärlauch.

Vorsicht: Geruchsprüfung kann manchmal beim Sammeln täuschen, da sich der Geruch an die Finger setzt und man dann denkt, dass das Blatt so rieche .

Es folgt der Löwenzahnsalat mit Gänseblümchen. Das Scharbockskraut ist wie alle Hahnenfußgewächse leicht giftig. Es sei denn ihr genießt die jungen Blätter mit hohem Vitamin C Gehalt vor der Blüte. Sie wurden früher als Mittel gegen Skorbut eingesetzt.

Den Bärlauch findet man oft in Massen und die "Kapern" des Bärlauchs lassen sich einlegen und nach drei Wochen verzehren.

Die Vogelmiere oder auch Sternenkraut genannt kann man roh als Salat oder auch wie Spinat zubereiten.

 

Entengrützen-Cocktail (Wasserlinse) sollte nur aus sauberen Gewässern genossen werden. Die kleinen Wasserschnecken, die oft an der Pflanze zu finden sind, sollten vorher entfernt werden.

 

Sommersnack. Lindenblütenkapern pflücken und von Stiel entfernen. Nun mit Essig, Wasser, Salz und Rohrzucker aufkochen und fertig ist der Genuss.

Walderdbeeren im Herbst (leider nicht mehr süß).

 

Die Klettenwurzel speichert im Herbst gehaltvolles Inulin und die Rhizome des Schilfs können als Notnahrung eingesetzt werden, wobei nur die junge Triebe verwendet werden können und es einigen Aufwand benötigt diese zu ernten. 

 

Gebranntes aus der Vogelbeere als Hilfe bei Bauchgrimmen.

 

Buffalo-Würmer als Baconersatz zum Frühstück. Schmeckt identisch und ist nachhaltiger. Ebenso die großen Heuschrecken.

 

Waldmeister ist nicht gerade häufig zum finden, aber wer die Stellen kennt wird mit guter Maibowle belohnt. Noch besser: Selbst anpflanzen und den wilden Waldmeister stehen lassen.

 

Die Schwarze Teufelskralle ist eine unserer Favoriten unter den essbaren Pflanzen des Pfälzer Waldes. Mit Butter in der Pfanne gedünstet ein Genuss.

 

Japanischer Staudenknöterich als Kompott. Ökologisch sinnvoll ihn in Massen zu ernten, da es sich um einen "aggressiven" Neophyten handelt. Geschmacklich? Geschmacksache sagte der Affe und biss in die Seife... Da ist der Löwenzahnhonig schon deutlich besser.

 

Gute Würze bringt die Bärlauchknolle in die Waldküche.

Pfälzer Trüffel

 

Nein, hierbei handelt es sich nicht um den begehrten Schwarzen Trüffelpilz. Der Pfälzer Trüffel wird aus grünen Walnüssen gemacht, die man ab Mitte Juni erntet und dann entsprechend einem alten Rezept zubereitet. Die "Trüffel" werden schließlich für mind. ein Jahr gelagert, bevor sie verspeist werden können.

 

Sie passen besonders gut zu Wildgerichten oder Aufgrund der Süße zur Zubereitung in Desserts.

Brennnesselsamen

Brennesselsamen dienen uns zur Verfeinerung von Outdoor-Mahlzeiten und wecken die Lebensgeister nach großen Touren wieder auf. Sie enthalten u.a. viel Öle und Vitamine.

Hustensaft "Spitzwegerich"

Kommt der Husten nach einer feuchten Nacht im Freien, so hilft ein Schlückchen von dem selbst zubereiteten Hustensaft, der immer in der Trekking-Apotheke mit dabei ist.

Eichelkaffee von der Stieleiche

Eicheln werfen ihre Früchte nicht jedes Jahr ab. Die Bäume "verabreden" sich und werfen gemeinsam all ihr Eicheln ab, so dass die Wildschweine ein Überangebot vorfinden und so immer ein paar Früchte liegen bleiben. Dadurch können neue Bäume wachsen. Die Eicheln für den Kaffee müssen erst von den vielen Gerbstoffen befreit werden (mehrmals wässern). Schließlich werden sie geröstet und gemahlen. Der Kaffee lässt sich auch abends genießen, da er koffeinfrei ist.

Waldaperitif "Vogelbeere"

Vogelbeere nach dem ersten Frost pflücken (am besten der Mährischen Eberesche) und dann mit Waldengelwurzsamen, Heidelbeeren, Sonnenwend-Kraut (Beifuß) etc. weiterverarbeiten. Schmeckt leicht bitter und erinnert an Aperol. Nur mit den Zutaten vor der eigenen Haustür.

Süßigkeiten

Robinienblüten und Holunder im Mai. Leckere Süßspeisen. Der Rest der Robinie ist allerdings giftig. Also auch essbare Pilze, die an der Robinie wachsen dürfen nicht verzehrt werden...

Fund der Woche