INTO THE WALD - Trekking und Wandern in der Pfalz

Auf der Hahnfelstour bei Erfweiler
Auf der Hahnfelstour bei Erfweiler

Die Pfalz bietet Vielfalt und Wege, die zur Erkundung einladen. Je nach Interesse und Kondition sind Routen wählbar, die jedem Anspruch gerecht werden. Von der Kurztour mit Kindern, bis hin zu Mehrtagestouren, die aufgrund der Distanz mit dem Rennsteig vergleichbar sind, wenn auch weniger populär.

 

Übernachten lässt es sich sogar direkt im Wald, vorausgesetzt man hat sich einen Trekkingplatz gebucht der sich, bis auf ein mit Holz ummanteltes Dixiklo, nahtlos in die Natur einfügt. Die Koordinaten und eine Wegbeschreibung erhält man bei der Buchung des Platzes. Vor allem bei Dunkelheit sind die Plätze allerdings oft schwer aufzufinden, es sei denn, dass der Platz von anderen besucht ist und ein kleines Lagerfeuer brennt. Die Atmosphäre, gerade bei Nacht, ist auf jeden Fall spannend und entspannend. Wir sehen einen kurzes Wochendtrekking als Kurzurlaub an, aus dem wir Kraft schöpfen und uns danach geerdet fühlen.

 

Abseits der "Hüttenautobahnen" am Haardtrand, liegt im Westen des Pfälzerwaldes die WANDERarena. "Arena" bedeutet hier nicht, dass man auf viele Wanderer trifft, denn oft sieht man sogar am Wochenende nur wenige Menschen. Das zu Bestaunende, vom Fischwoog, über Burgen und tollen Felsformationen, hin zu tollen Ausblicken auf den Pfälzerwald und die Natur ist es, was den Namen verdient.

 

Ostwärts der Haardt begrenzt der Rhein die Pfalz. Die Rheinauen mit den Altrheinarmen bieten eine andere Flora und Fauna. Eine Landschaft mit viel Wasser, anderen Baumbeständen (z.B. Pappeln) und flachen Wegen. Vor allem der Treidlerweg begeistert mit seinen Einblicken in die Vogel- und Libellenwelt und mit einem Bestimmungsbuch oder einem Experten in bzw. an der Hand, lässt sich viel Neues über die Natur erfahren.

Gebündelt findet man die Wanderwege für die Rheinauen und dem Bienwald hier.

 

"Hüttenautobahnen" ist übrigens nicht negativ konnotiert. Die Kultur des Hüttenlebens mit einfachem und gutem Essen, Gesprächen und Gesang, ist erlebenswert. Hier lädt zum Beispiel die Pfälzer Hüttentour dazu ein:-)

 


Unsere Touren

 

Die Touren und Wanderungen werden in drei Schlagworten (-Sätzen) vorgestellt. Dabei soll der Kern getroffen werden und Ihr könnt euch darauf verlassen, dass diese unsere Lieblingstouren sind. Ist aber schließlich Geschmacksache...

 

Die Liste ist nach Region und alphabetisch geordnet und stellt keine Beliebtheitsreihenfolge dar.

 

 

 

WANDERarena

 

Altschlossfelsenpfad: Riesenfels - geschichtsträchtiges Diana-Relief - Helmut Kohl

 

Annweilrer Burgenpfad: Richard Löwenherz im Knast - viele Menschen - drei Burgen

 

Busenberger Holzschuhpfad: auf und nieder immer wieder - Biohof - früh losgehen

 

Deutsch-Französischer Burgenweg: Fernblicke - Frankreich - Froschschenkel

 

Dimbacher Buntsandstein Höhenweg: von 0 auf 100 (direkt steil) - Drei-Burgen-Blick - Schweiß

 

Dahner Felsenpfad: mirakulöse Felsen - Kiefernwald - Belohnung am Ende (Einkehr)

 

Geiersteine-Tour: viele große Steine - Abrutschgefahr - noch fitte Beine

 

Hahnfels-Tour: Wasserfall - Dickkopfweg - Fels und Wasser

 

Hauensteiner Schusterpfad: easy going - gefällte (dicke) Eiche - Glockengeläute

 

Napoleon-Steig: Mooslandschaft (Pilzwelt) - Hochebene - Felsenfenster und Neonmoose (Sacki was here)

 

Rothenberg-Weg: kein Tarp zum Übernachten nötig - schönes Waldhaus - Sprung über die Felsspalte

 

Rumberg-Steig: Area 51 - ab ins Wasser - Barfußpfad

 

Spirkelbacher Höllenberg-Tour: langer Berg - lange hoch - kurz runter

 

Wilgartwieser Biosphärenpfad: Falkenburg - Ameisenhaufen - Grundschulerlebnisweg mit Bäumen und Blumen

 

Haardt

 

Edenkobener Tal: romantische Brücken - Engelsleiter - Sauermilchtälchen

 

Pfälzer Königsweg: Höhenluft (alle 13 Sechshunderter) - Feuersalamander - extrem (Abbruch beim Erstversuch)

Zweiter Versuch: Geschafft! - sehr gute Organisation (siehe Wandermüller.de) - Spießbraten zum Abschluss

 

Wanderung zum Orensfels, Landauer Hütte und Ringelsberghütte: Ausblick - Essen und Gesang - Walddusche (genial im Sommer)

 

Wasgau

 

Dornröschen Rundwanderweg: Gebrüder Grimms Märchen - Weltkriegsbunker - mystische Atmosphäre

 

Karlsplatz- Weg: schwitzen beim Treppensteigen - Schwarze Teufelskralle - schöne Aussicht

 

Über allen Gipfeln
Ist Ruh,
In allen Wipfeln
Spürest du
Kaum einen Hauch;
Die Vögelein schweigen im Walde.
Warte nur, balde
Ruhest du auch.

 

(Goethe: Über allen Gipfeln)

 

Trekking-Touren

 

Von Wissembourg (F) über Platz 1 zu Platz 2 (an einem Tag): Deutsches Weintor - Karte und Kompass nötig - Naturfreundehaus

 

Von Platz 3, über 4 nach Eußerthal (Platz 5): Rosentälchen mit Schottischen Hochlandrindern - Titanic (ein Weinberg, der den Wein brachte) - Mönchspfad mit Zisterzienserkloster

 

Pfälzer Waldpfad: 143 km in fünf Tagen - stürmische Nächte - Nachtaktivitäten im Lager durch Tiere und mehr

 

Pfälzer Weinsteig: Ungeheuer am See - schöne Ausblicke - rein ins Dorf und schlemmen

 

Wege am Rhein

 

Treidlerweg: Altrheinarme - wilder Wein - Wasservögel

 

Schwarzwald

 

Bad Herrenalber Quellenerlebnispfad: sprudelnde Wasser - Wildkatzenalarm - große Tannen

 

Schluchtensteig: grandiose Wutachschlucht - Blumenvielfalt - erfrischendes Bad

 

Nahe

 

Rotenfelstour: Kanada? - Würfelnattern - schöner Stein

 

Traumschleife Mittelalterpfad: mittelalterliches Dorf - Felder und Wiesen - Wehrtürme

 

 

Südfrankreich

 

Collioure (Pyrenäen): Blauster Himmel (lt. Henri Matisse) - Korkeichen - Meeresblick

 

Weitere Beschreibungen folgen (Neuseeland, Japan, Vietnam und die Alpen)...

 

Cran Canaria

 

Wanderung zum Playa Güigüi: Herzpochen - Vulkangestein - Abkühlung

 

Italien

 

Sentiero degli die ("Weg der Götter"): Berge und Meer - Wilder Rosmarin - zahme Ziegen

 

 

 

 

Noch Plätze frei:

 

Alpenquerung:

 

Rennsteig:

 

Rheinsteig:

 

Rodalber Felswanderweg (44,7 km):

  

Teil 2 Schluchtensteig:

 

Milford Track (Neuseeland):

 

Shvil Israel (Israel Trail; 1050 km):

 

West Coast Trail (Pacific Rim National Park)

"Ichbindannmaldraussen"- Videokanal mit schönen Wanderungen u.a. aus der Pfalz


Ausrüstungsliste für Trekking-Touren

  • geeignete wetterfeste Kleidung und Regenjacke (mit Ersatzhose und Socken)
  • Zelt oder Tarp, Isomatte und Schlafsack (achte auf die Komforttemperatur!)
  • Dynamotaschenlampe oder Taschenlampe mit Ersatzbatterien und Stirnlampe
  • Outdoormesser zum Schnitzen, Schneiden und Holzspalten
  • Erste-Hilfe-Set, Mückenschutz, Sonnencreme, Hustenbonbons, Magnesium und Medikamente (Schmerztabletten, Kohletabletten und Halswehtabletten)
  • Hygieneartikel (Zahnbürste mit Pasta, Neutralseife, Klopapier)
  • Wanderkarte und Kompass, evtl. GPS, Papier und Bleistift
  • Dreiecktuch zum Einsatz bei Verletzungen, als Wasserfilter oder zum Wärmen des Halses
  • Sicherheitsnadel zum Rausholen eines Spreisels
  • Signalspiegel und Pfeife
  • Surivalkit (z.B. Brennlupe, Angelhaken und Schnur, Kälteschutzfolie etc.)
  • Handy mit externem Akku
  • Geld
  • Survival-Handbuch und Pilz(-Pflanzen)bestimmungsbücher
  • evtl. Fernglas


Generell gilt es sich zu überlegen:

Wohin geht es?
Wie wird das Wetter?
Habe ich für den Fall des Verirrens vorgesorgt (Reserven und Survialkenntnisse) und mich mit der Geländeumgebung vorher vertraut gemacht?

Über die Basisausstattung herrscht ein Konsens, aber dennoch gibt es unter den Survivalexperten unterschiedliche Meinungen bezüglich der Zusatzausrüstung und natürlich des Materials. NEHBERG ist hier tendenziell ein Mensch der spartanisch vorgeht (“lieber Sandalen in den Tropen als teure Wanderschuhe“ und “weniger ist mehr“), andere wie VOLZ (ehem. Heeresbergführer) geben ausführliche und sehr gute Packlisten vor, die jede erdenkliche Situation erfassen. Wie man sich entscheidet hängt immer von einem selbst ab und vor allem wohin die Reise geht (die weiten Wälder Kanadas bergen eine größere Gefahr als der heimische Wald). Schafft man es körperlich große Lasten zu tragen oder will man sich Gewicht sparen und nutzt viele Naturmaterialien (oder nimmt lieber ein Tarp statt ein schweres Zelt mit).
Letztendlich ist eine gute Planung erforderlich. Die möglichen Situationen zu durchdenken, sich bewusst zu machen. Präventive Übungen ermöglichen im Ernstfall Routine, aber auch ein gutes Surival-Handbuch sollte dabei sein, um ggf. nachzuschlagen.

 



Ausrüstungsliste für die Outdoorküche (Trekking-Tour)

  • Outdoorgeschirr (geringes Gewicht und wenige Teile z.B. durch einen “Spork“, d.h. Gabel, Löffel und Messer in einem Bauteil)
  • Thermobecher oder kleine Kanne und Trinkflasche (Bpa-frei)
  • Campingkocher  oder/ und Hobokocher und Ersatzkartuschen bzw. ausreichend Brennstoff
  • Feuerzeug oder Streichhölzer (müssen bei Nässe funktionieren)
  • Taschenmesser mit Dosenöffner, Schraubendreher und Zahnstocher (ein Zahnstocher ist sehr wichtig, dass es zu keinen schlimmen Entzündungen kommen kann, die für den Körper sehr kraftraubend sind)
  • Beil und /oder Astsäge für ein Kochfeuer
  • kleines Holzbrett zum Schneiden
  • faltbare Wasserkanister
  • verschließbare Mülltüten
  • Reinigungsmaterial (Papiertücher) und Neutralseife (damit kann man auch Kleidung waschen)
  • Wasser und isotonisches Getränkepulver
  • Gewürzbox (mit Salz, Pfeffer, Chilipulver als “Wärmekick“ und anderen Gewürzen)
  • Zucker zum Süßen
  • Suppenwürfel, Teebeutel und Landkaffee (koffeinfrei)
  • Fertigmahlzeiten (Essen mit langer Haltbarkeit)
  • Süßes zum Frühstück (Honig, Marmelade etc.)
  • Trockenfleisch (Biltong) oder Dosenwurst
  • Müsliriegel
  • Brot
  • evtl. Distel- oder Traubenkernöl und Essig


Grundsätzlich gilt es immer auf ein geringes Gewicht zu achten. Trockenfleisch hat sehr viele Proteine und wiegt deutlich weniger als Dosenwurst und lässt sich besser verstauen. In der Gruppe teilt man sich die benötigten Sachen auf.
Ist an deinem nächsten Schlafplatz ein Brunnen mit Trinkwasser in der Nähe? Dann musst du keine vollen Wasserkanister mit dir rumschleppen. Du musst auch auf eine Ordnung in deinem Rucksack achten, so dass Du wichtige Dinge auch bei Dunkelheit ohne Taschenlampe schnell findest. Lasse bestimmte Sachen immer im selben Fach deines Rucksacks und reinige das Geschirr bevor du es wieder verstaust).
Du musst die Nahrung unbedingt in einer eigenen Tüte aufbewahren und an einen hohen Ast hängen. Die Waldmäuse knabbern dir sonst ein Loch in deinen Rucksack, um an dein Essen zu kommen!

 

Stell Dir vor, Du trinkst bei einer Sternennacht auf einer Lichtung einen Waldaperitif von der Vogelbeere, isst dann etwas und es folgt der Digestif in Form eines selbst gemachten Robinienlikörs. Am nächsten Morgen brühst Du dir einen Eichelkaffee auf und baust gemütlich dein Lager ab. Was kann es Schöneres geben?


Eine kleine Merkhilfe...

Entweder du holst irgendwo deine Packliste hervor und hältst den Zettel in der Hand schaust immer wieder drauf, legst ihn hin, hebst ihn auf etc... Oder du erwischst dich dabei  nur durch nachdenken dich an alle notwendigen Ausrüstungsgegenstände zu erinnern. Wiederholst im Kopf das Ganze wieder und wieder. 

Mit einer Gedächtnismethode lässt sich dies umgehen, heißt weniger Stress und einen Zeitvorteil hat es auch. 

Grundgerüst der Methode ist die Verknüpfung von Zahlen (in einer Reihenfolge) und Bildern. Für die Eins steht z.B. ein Baum, da er nur einen Stamm hat. Die Zwei ist ein Pirol (ein gelber Vogel), da er zwei Beine hat. Natürlich lassen sich nach Belieben andere Bilder wählen (gerne auch eine weiße Taube), aber auffällig sollten sie schon sein und man sollte diese auch nicht austauschen, da sie die Basis für andere Merkgeschichten bilden. Die “Zahlen“ müssen geübt werden, damit sie sitzen. So könnte man sich das Alter eines Mitmenschen mit einer auf einem Siebenschläfer reitenden Katze (hat neun Leben) merken (79). Da fast niemand mehr Handynummern auswendig kann, lassen sich hier kleine Geschichten finden. Romantische für die Liebsten und düstere für…

Zu den Bildern kommen nun weitere hinzu und nun wird alles zu einer merkwürdigen Kurzgeschichte gesponnen.

Die Merkzahlen und ihre Bilder

1 = Baum

2 = Pirol 

3 = (Dreibein-)Hocker

4 = Schaf

5 = Auto (4 Räder und das Ersatzrad)

6 = Schmetterling (Insekt mit sechs Beinen)

7 = Siebenschläfer

8 = Achterbahn

9 = Katze (neunschwänzige)

10 = Bibel (10 Gebote inklusive)

Jetzt wird kombiniert. Zwei Bäume für die Elf usw...

Mehr braucht man nicht und denkt dran auch raus zu gehen, dazu ist die Ausrüstung gedacht. Strikt euch doch eure eigene Geschichte mit euren kulinarischen Vorlieben für die Küchenpackliste…

Ein eigene Geschichte zum Merken könnte wie folgt klingen (beim Auswendiglernen schön betont und spannend sprechen).

Ich sitze im Theatersessel und starre auf die Bühne. Neben mir liegt die Klopapierrolle bereit, den ich erwarte ein rührendes Schauspiel. Der Vorhang öffnet sich und da steht ein Baum, an dem eine leuchtende Taschenlampe herabhängt. In ihrem Schein sitzt ein Pirol. Er pickt mit seinem Schnabel in einen Müsliriegel, so dass Teller, Topf und Essgeschirr laut aneinander klappern. Ein Hocker mit einer Zahnbürste und Toilettenpapier steht daneben. Der Geruch von Kaffee dringt mir in die Nase. Kein Wunder, denke ich, als ich das völlig mit Kaffee verschmierte Schaf auf der Bühne sehe. Es isst unbekümmert viele tolle Dinge wie Trockenfleisch etc., als es plötzlich aufschrickt und mit wilden Sätzen weghüpft, denn ein lautes Motorheulen lässt Unheil verkünden. Es stammt von einem Wolf (ein Geländewagen der Bundeswehr), der sich im Schlamm festgefahren hat. Die Isomatte unter dem Rad verspricht Abhilfe. Ich möchte helfen, springe auf die Bühne und werde von einem Siebenschläfer abgelenkt. Er sitzt auf dem Boden und würfelt. Er spricht mich an, dass ich würfeln solle. Ich gehorche und gewinne Zunder und einen Kocher. Ein wunderschöner Schmetterling tanzt durch die Luft an uns vorbei und setzt sich auf einen Schlafsack. Mit einem seiner Beinchen pocht er auf das Thermometer und weist auf die strenge Kälte in den Morgenstunden hin.

Er purzelt auf einmal umher, als die Achterbahn hinter ihm vorbei saust. Die komischen Schleifgeräusche der Bahn stammen von einem Messer, das an ihr angebracht ist und an den Schienen schleift.

Als ich wieder aufstehen möchte huscht mir eine schwarze Katze mit Stirnlampe über die Füße. Sie springt über die am Boden liegende Bibel, die in eine Regenjacke eingewickelt ist, so dass das heilige Buch nicht den Boden berührt. 

Wer Hängemattenschläfer ist, sieht diese schließlich noch zwischen zwei Bäumen gespannt und vielleicht legt man sich nach dieser aufregenden Geschichte hinein und genießt die Ruhe der Natur.

Trekking mit dem Fahrrad

Es macht viel Spaß auch mal größere Tagesdistanzen als zu Fuß zurückzulegen. Über 130 km an einem Tag auf ebener Fahrbahn wie am Rhein entlang sind anstrengend aber durchaus möglich. Das Sitzen nervt allerdings nach einiger Zeit und es ist nicht immer einfach einen geeigneten Schlafplatz zu finden. Erst spät den Schlafplatz suchen damit man nicht entdeckt wird ist sinnvoll, jedoch manchmal nicht einfach. Vielleicht kann man sich diesen schon etwas früher aussuchen und dann abends erst kurz vorm schlafen gehen einrichten. Um nicht schon vor Sonnenaufgang durch die Vögel aufzuwachen können Ohrstöpsel sinnvoll sein. Am Rhein ist auf jeden Fall ein Moskitonetz nötig und niemals auf Flussinseln schlafen, denn bei Regen kann dies üble Folgen durch Hochwasser haben. Lieber den Platz etwas höher wählen. Dies gilt auch wenn man in der Nähe einer Straße nächtigen möchte. Die Menschen schauen tendenziell nach unten, d.h. unterhalb der Straße wird man eher gesehen als wenn man seinen Platz über der Straße wählt. Geh man mal durch seine Heimatstadt und schaut nach oben, kann man viele neue Dinge entdecken. Auch Äcker und Felder sollten nicht betreten werden. Eine Distanz von mind. zwei Kilometern zu Ortschaften einzuhalten, wirkt den Kontakt mit Hundebesitzern, die mit ihrem Hund morgens Gassi gehen, entgegen.

Morgens erstmal nach dem Aufstehen Bohnen, eine getrocknete Schwarzmund-Grundel und ein Kräutertee aus wildem Thymian und Spitzwegerich.

 

Am Wegesrand finden sich immer wieder essbare Wildpflanzen, die Energie liefern. Das Mark des Rohrkolbens schmeckt spargelartig und die Wurzel der Nachtkerze ist auch essbar. Man kann dies mal ausprobieren, aber letztendlich handelt es sich hierbei um pflanzliche Notnahrung und diese schönen Pflanzen bleiben beim nächsten Mal lieber stehen.

 

  Eher kein geeigneter Schlafplatz am Ende eines Auwegs.


Outdoor-Wellness

Der Körper ist beim Trekking den Kräften der Natur ausgesetzt. Auch die harte Tour beschäftigt die Muskeln. In dieser Rubrik findet Ihr einige Tipps, die euch zur Erholung dienen. Dabei wurde geachtet, dass sich alles draußen einfach und mit wenig Hilfsmitteln umsetzen lässt. Natürlich hält eine Maske besser mit Magerquark, aber diesen trägt man i.d.R. nicht mit sich herum.

 

  • KNEIPP-Gang im Bachlauf
  • Eichenrinden-Fußbad
  • Zubereitung eines Entspannungstees
  • Gesichtsmaske aus Wildkräutern
  • Bau einer Schwitzhütte und Banja-Zeremonie
  • Abhärtung nach KNEIPP

 

KNEIPP-Gang

 

Wichtig ist, dass die Füße nicht kalt sind, bevor man mit dem Wassertreten beginnt. Es empfiehlt sich, den Bach nach einer längeren Tour im Storchengang zu durchschreiten. Am besten an einer Stelle mit Kieselsteinen, so dass man nicht im Schlamm steckenbleibt. Neben der gesundheitsfördernden Wirkung dient das Wassertreten zudem als Einschlafhilfe. Das kann nach einer anstrengenden Wanderung, bei der die Muskeln schmerzen, vorteilhaft sein. Die Füße danach gleich abrubbeln, bzw. am Feuer wärmen, da man mit kalten Füßen auf keinen Fall in den Schlafsack geht.

 

Eichenrinden-Fußbad

 

Für ein Fußbad ca. 100 g junge, fingerdicke Eichenzweige in kleine Stücke schneiden und mind. 20 min. über dem Feuer mit Wasser kochen. Der entstandene und vorher abgekühlte Sud wird nun in eine Plastiktragetüte, in der sich Wasser mit max. Badenwannentemperatur befindet, eingefüllt.

Das warme Fußbad sollte schließlich für mind. 15 min. genossen werden.

Nimmt man statt der Plastiktüte einen großen Topf, kann man das sich abkühlende Wasser durch einen zuvor am Feuer erhitzte großen Stein wieder erwärmen. Einfach ins Wasser geben und schon zischt es.

 

Zubereitung eines Entspannungstees

 

Kräuter und essbare Pflanzen aus der Umgebung suchen (wilder Thymian, junger Löwenzahn, Spitzwegerich, Walderdbeerenblätter, junge Mistelblätter und Fichtenspitzen) und kleinrupfen. In einer Tasse geben und mit heißem Wasser auffüllen. 8 Min. ziehen lassen. Fertig. 

Brennnesseltee ist zwar sehr gesund, aber aufgrund der harntreibenden Wirkung nicht geeignet.

 

Gesichtsmaske aus Wildkräutern

 

Falls auf der Tour Öl wie Distel- oder Traubenkernöl zur Hand, dieses mit kleingehackten Kräuter vermischen und für mind. 1 Stunde ziehen lassen. Auftragen und die feuchtigkeitsspendende Maske auf der Haut lassen.

 

Geeignet sind: Frauenmantel, Kamille, wilder Thymian oder Nachtkerze.

 

Bau einer Schwitzhütte und Banja-Zeremonie

 

Eine eigene Outdoorsauna ist vor allem im Winter eine tolle Sache. Sie ist ist gesund, gibt dem Körper Wärme und ist entspannend zugleich. Achte darauf, dass Du sie direkt neben einem Bach oder einem anderen Gewässer aufbaust. Du kannst dich dann nach deinem Saunagang abkühlen. Nutze es schnell, falls Du dich an einem Saunastein verbrennst.

 

Du benötigst:

Zwei Kunststoffplanen (die Du auch als Tarp nehmen kannst), ein paar lange Holzstangen (ca. 3-4 Meter Länge), große Steine und Holzbriketts- oder Kohle.

Die Stangen lehnst Du ringsherum um einen Baum (so dass eine Feuerstelle und sitzende Personen hinein passen, der in ca. 2,5 m Höhe einen Ast hat. Darüber kommen die Planen (falls möglich, übereinander wg. der Isolation). Oben lässt Du eine faustgroße Öffnung und unten ein paar kleinere. Dazwischen die Plane mit Steinen beschweren und den Eingang überlappend verschließen.

 

Die kreisrunde Feuerstelle wird mit den großen Steinen begrenzt. Ein kleines Feuer wird geschürt und dann die Briketts daraufgelegt bis sie glühen. Währenddessen den Eingang geöffnet lassen. Glühen die Briketts gleichmäßig, ab rein, den Eingang verschließen und die Sauna genießen. Am besten noch mit einem Aufguss (Wasser ist ja in der Nähe). Falls Du noch einen großen Topf hast, kannst Du ihn auf die Feuerstelle setzen. Vorher musst Du darin Birkenzweige, die noch Blätter besitzen in Wasser eingeweicht haben (rus.: "Wenik"). Ist das Ganze warm, nimmst Du die gebündelten Zweige heraus und wedelst damit die Luft umher. Dabei ist vorsicht geboten, so dass sich niemand an der heißen Steinen verbrennen kann oder der Topf umkippt. Diese Zeremonie stammt aus Russland.

 

Tipp: Das "Birkenwasser" dann als Aufguss nutzen (= Wenik-Aufguss).

 

Waldbäder (Shinrin Yoku)

 

"In Tokio am Bahnhof stehend hörte ich das Zwitschern der Vögel. Die Suche nach der Quelle blieb erst erfolglos. Dann erkannte ich den Lautsprecher..."

 

Der Versuch, den Wald in den urbanen Lebensraum zu bringen mag kurios erscheinen, aber die Japaner verordnen sich selbst Waldbäder. Dazu gehen sie natürlich in den richtigen Wald und genießen die Entspannung, stärken ihr Immunsystem und dies gehört offiziell zur japanischen Gesundheitsvorsorge. Dabei ist Waldbaden keine anstrengende Wanderung, sondern kann einfach nur ein Spaziergang mit gemütlichen Verweilen in der Natur sein. Die Sinne einzeln fokussieren und den Geräuschen des Waldes lauschen. Oder mit allen Sinnen auf einmal abtauchen, barfuß die Blätter rascheln lassen und das Parfüm der Bäume wahrnehmen.

Dabei kann man auf einer mitgebrachten Unterlage Übungen machen oder einfach nur liegen und "baden". Der Wald als Erholungsort war und ist populär.

 

Abhärtung nach KNEIPP

 

"Die Verweichlichung der heutzutage lebenden Menschen hat einen hohen Grad erreicht", schrieb Sebastian Kneipp schon vor über hundert Jahren.

Das Zitat erinnert an die Kritik der Vorgängergeneration gegenüber der Nachfolgenden, die es schon immer gab, gerade auch von den großen Philosophen.

 

"Wenn ich die junge Generation anschaue, verzweifle ich an der Zukunft der Zivilisation“, (Aristoteles, 384-322 v. Chr.).

 

„Der grenzenlose Mutwille der Jugend ist ein Zeichen, dass der Weltuntergang nah bevorsteht“, (Melanchton, um 1530).

 

Vielleicht hat man es selbst schon innerfamilär festgestellt, wenn sich Geschwister verschiedener Jahrgänge untereinander streiten. Abgesehen von diesem "Binnenzwist" ist Abhärtung für jeden Menschen gut und gesundheitsdienend. KNEIPP nennt hier die Methoden des Barfussgehens in drei Abstufungen:

  • das Gehen auf normalem Boden
  • das Gehen auf nassem Boden (15-45 Minuten)
  • das Gehen auf neugefallenem Schnee (3-4 Minuten)

Auch das Wassertreten (s.o.), dient u.a. zur Abhärtung. Hier werden aber immer nur Körperteile eingetaucht. Wir haben diese Methode erweitert:-)

Download video: MP4 format

Moveto-Outdoor-Kurs

 

Bei Wind und Wetter geht es raus. Als Teilnehmer geht man mit Nordic-Walking-Stöcken und zwischendurch werden immer wieder Stopps gemacht. Dabei werden Übungen mit den Stöcken oder mit Bändern gemacht. Die Übungen stärken den Rücken und das Gehen in der Gruppe ist auch bei schlechten Wetterverhältnissen sehr motivierend. Empfehlenswert für alle, die sich gerne im Freien aufhalten und dem Mief von manchem Fitness-Studio überdrüssig sind.