Kleine Survivalkunde

 

Tiere leben und überleben in der Natur. Wir als Menschen haben das Leben im Freien leider oft verlernt. Doch fehlen uns auch die nötigen "Werkzeuge" wie etwa die Krallen eines Dachses zum Graben, gute Augen eines Adlers zum Weitschauen oder die starken Zähne eines Bibers zum Baumfällen. Dazu brauchen wir Hilfsmittel. Hier ist eine Ausrüstungsliste damit Du dich auf deine nächste Abenteuertour vorbereiten kannst.

 

Dass Du dich verirrst, ist die größte Gefahr im Wald. Das Problem dabei ist, dass wenn Du dich erst einmal verlaufen hast, weitere Gefahren entstehen. Dein Wasservorrat ist irgendwann leer, du hast nichts mehr zu essen oder Du kommst vom Weg ab und verletzt dich. Deshalb ist eine gute Orientierung wichtig, um sich erst gar nicht zu verirren. Dazu gehört der Umgang mit Karte und Kompass. Es gibt noch andere Tricks wie Du die Himmelsrichtungen bestimmen kannst.

 

Kommt es aber dennoch dazu, dass Du dich verläufst und niemanden anrufen kannst, da Du keinen Empfang im Wald hast, dann atme erst einmal tief durch und gerate nicht in Panik. Falls Du Dir sicher bist, den Weg nicht mehr vor Einbruch der Dunkelheit zurück zu finden, musst Du dir eine Notunterkunft bauen, die Dir für die Nacht ausreichend Wärme spendet und dich im Trockenen schlafen lässt. Der Boden strahlt über Nacht eine Kälte aus und deshalb baust Du Dir eine Naturisomatte, die dich vorm Auskühlen deines Körpers schützt. Damit kein Wasser in deine "Hütte" eindringen kann, ziehst Du noch schnell einen Graben mit deinem vorher hergestelltem Grabstock.

 

Jetzt ist es wichtig nach Wasser und Nahrung zu schauen. Wie das geht lernst Du alles mit deinen eigenen Händen beim Erwerb der Outdoorurkunde von Waldabenteuer-Pfalz.

 

Die Inhalte des Trainings findest Du unter Waldabenteuer.


Informationen über die faszinierende Welt der Pilze

Pilze sind weder Pflanzen noch Tiere. Pilze sind Pilze.

Es gibt sehr viele verschiedene Arten. Sie alle zusammen bilden

 

Das Reich der Pilze

 

Was man über der Erde oder am Baum sieht und ist nur die Frucht eines Lebewesens, das im Holz oder in der Erde lebt:

 

 

 

Das Myzel

 

Das Myzel ist der eigentliche Pilz.

Der Baum ist ein Lebewesen. Er gehört zum Reich der Pflanzen. Man sieht ihn über der Erde.

Der Baum bildet Früchte: Die Äpfel. In den Äpfeln sind Kerne. Aus ihnen können neue Bäume wachsen.

Wenn man einen Apfel pflückt, lebt der Baum weiter und bekommt im nächsten Jahr neue Früchte.

Das Pilzmyzel ist ein Lebewesen. Es gehört zum Reich der Pilze. Man kann es nicht sehen. Denn es wächst in der Erde oder im Holz.

Das Myzel bildet Früchte: Die Pilze. Man sieht sie über der Erde oder am Holz. In den Pilzen sind Sporen. Sie sind so klein und es sind so viele, dass sie wie Staub aussehen. Aus ihnen können neue Pilzmyzele wachsen.

Wenn man einen Pilz behutsam pflückt, lebt das Myzel weiter und bildet neue Früchte, oft mehrmals im Jahr.

 

Pilze sind sehr wichtig für die Pflanzen und die Umwelt.

 

Die Partnerpilze

 

haben einen tollen Deal mit ihren Baumfreunden.

Die Partnerpilze liefern ihrem Baum Wasser und Mineralstoffe. Der Baum gibt dem Pilz dafür Kohlenhydrate. (Zucker)

Der Austausch findet an den Wurzeln statt.

Der Birkenpilz ist so ein Partnerpilz. Er wächst nur bei Birken.

 

 

 

 

Birkenpilz

 

Der Fliegenpilz kann mit verschiedenen Baumarten eine Partnerschaft eingehen. So bleiben Baum und Pilz gesund und kräftig. Ohne ihre Pilzfreunde würden viele Bäume verkümmern.

 

Die Zersetzerpilze

 

sind Umweltpolizei, Müllabfuhr und Zauberkünstler in einem.

Sie ernähren sich von Totholz. Sie machen es mürbe und es wird wieder zu Humus. Den brauchen die Pflanzen dringend, um zu wachsen und die Pflanzensamen brauchen die frische Erde, um keimen zu können.

 

 

 

 

Buchenschleimrübling als Zersetzerpilz auf einem Buchenstamm

 

Das Judasohr ist so ein Zersetzerpilz. Es wächst nur an altem Holunderholz. Der Malerpilz kann verschiedene Holzarten wieder zu Humus machen.

Ohne die Zersetzerpilze würde der Wald an seinem Abfall ersticken. Samen fänden bald keine Erde mehr und junge Pflänzchen hätten kein Licht, um zu wachsen.

 

Text erstellt im Jahr 2016 von PilzCoach Christine Becker

 

Die Verbreitung von Pilzen

 

Pilze verbreiten sich durch ihre Sporen. Es gibt verschiedene Arten wie die Sporen ihren Weg auf den Boden finden, um dann einen neuen Pilz entstehen zu lassen. 

 

1. Die klassische Weise:

 

Die Sporen fallen entweder aus Röhren (Röhrlinge) oder Lamellen (Lamellenpilze) heraus und können so durch den Wind fortgetragen werden. Durch diese beiden Formen ist es möglich, viel Sporen zu erzeugen und damit die Chance auf eine Verbreitung des Pilzes zu erhöhen.

2. Die versteckte Weise:

 

Die Sporen befinden sich hier im Innern des Pilzes, d.h. im Bauch. Wird der Fruchtkörper älter, reißt die Haut auf und er zerfällt. Das Sporenpulver gelangt dann ins Freie und kann sich verteilen. Eine schönen Effekt haben die "Puffpilze" (z.B. Weicher Stäubling). Durch Berührung entsteht eine kleine Staubwolke aus den Sporen und diese kann durch den Wind fortgetragen werden. Die Pilze werden als Bauchpilze bezeichnet.

 

Der Riesenbovist ist ein wahrer Champion unter den Pilzen. Er ist ein Bauchpilz und hat über sieben Milliarden Sporen. Das sind mehr Sporen als Menschen auf der Erde leben. Sein Name verrät übrigens seinen zweiten Rekord. Er ist, was den Fruchtkörper anbelangt, der größte unter den Pilzen. Bis zu 2,04 Meter sind schon Exemplare von ihm gefunden worden. Solche große Fruchtkörper sind aber die Ausnahme, denn er wird meist so groß wie ein Fußball. Daraus kannst Du dir dann mehrere Schnitzel schneiden und anbraten. Damit bereitest Du deiner Familie bestimmt eine große Freude. Achte aber darauf, dass der Pilz noch jung ist. Das erkennt man an dem festen und noch weißen Fleisch.

 

Der Riesenbovist auf dem Bild ist auf jeden Fall viel zu alt. Er hat schon ausgesport und damit sich die Sporen verteilen und vielleicht neue Riesenbovisten wachsen, haben wir die Sporen am Wiesenrand verteilt. Schaue auch immer mal wieder an derselben Stelle nach, an dem Du die Pilze gefunden hast. Sie können dort immer wieder neue Fruchtkörper bilden.

Morcheln sind Schlauchpilze und sehr lecker
Morcheln sind Schlauchpilze und sehr lecker

 

3. Die offene Weise:

 

Das Sporenpulver befindet sich hier auf der Hutoberfläche in sehr kleinen Schläuchen (nur unter dem Mikroskop erkennbar) und kann sich durch den Wind verbreiten (Schlauchpilze). Die Hutoberfläche ist runzelig, so dass der Pilz mehr Sporen verteilen kann (Prinzip der Oberflächenvergrößerung).

4. Die stinkende Weise:

 

Der Gestank von Pilzen wie dem Tintenfischpilz, dem Gitterling oder der Stinkmorchel lockt Fliegen an. Diese setzen sich auf die Pilze und die klebrige Sporenmasse kann sich an die Beinhärchen der Fliege heften. Lässt sich die Fliege dann an einem anderen Ort nieder, fallen die Sporen auf den Boden und der Pilz kann sich verbreiten. Der Tintenfischpilz, der ursprünglich aus Australien kommt, hat sich so ähnlich verbreitet. Wahrscheinlich ist in Australien jemand auf den Pilz getreten, die Sporen am Schuh kleben geblieben und derjenige ist mit dem Schiff nach Europa gefahren. An Land hat sich der Pilz nun bis in unsere Wälder ausgebreitet.

 

Auf dem Bild sieht man die Fliegen auf dem Pilz. Er stinkt so stark, dass sie schon kurz nachdem er aus seinem Hexenei (siehe unten) "geschlüpft" ist angeflogen kommen. Lass ihn aber im Garten oder auf dem Balkon stehen, da er euer Haus vor lauter Gestank ganz schnell unbewohnbar macht. Man hält es wirklich nicht aus.

Ein offenes Hexenei. Man erkennt die "Tintenfischarme".
Ein offenes Hexenei. Man erkennt die "Tintenfischarme".

 

5. Die "Ich bin dann mal weg" Weise:

 

Die Fruchtkörper von Tintlingen lösen sich auf und die Tinte (mit der sich übrigens gut schreiben lässt) ist voller Sporenpulver. Daraus kann wieder ein neuer Tintling entstehen.

 

Neben den o.g. Verbreitungsarten gibt es noch andere Stellen an Pilzen, die die Sporen bilden. So werden etwa bei den Pfifferlingen die Sporen in Leisten (Leistenpilze), bei den Porlingen in Poren und beim Semmelstoppelpilz in Stacheln (Stachelpilze) gebildet.

 

Wenn Du mal auf Pilzsuche gehen willst und eine Spielidee für deinen Geburtstag brauchst, dann schau mal hier. Lass einfach deine Eltern die "Stinkpilze" verstecken und begib dich mit deinen Freunden auf die Suche.

 

Pilze haben allerlei lustige Namen. Manchmal weisen sie auf den Geruch hin, wie etwa beim Knoblauchschwindling oder sie beschreiben das Aussehen. So ist Parasol spanisch und bedeutet übersetzt "Sonnenschirm". Er wird nämlich sehr groß, im Gegensatz zu vielen anderen Pilzen und von einen Schlumpf könnte er als Sonnenschirm benutzt werden.

 

"Drum geh und hol zum Schutz vor der Sonne dir zum Wohl, lieber Schlumpf den Parasol".

 

Mit den Namen lassen sich Gedichte schreiben oder Geschichten erfinden. Deiner Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.

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Ausmalbilder

Hier kannst Du dir schöne Ausmalbilder aus dem Buch "Das Konzert im Wald" von Evelyn Filep ausdrucken. In dem Buch steht eine tolle Geschichte über verschiedene Pilze und was diese zusammen auf einem Konzert erleben.


Champions

Pilzchampions

 

Nicht nur die Champignons sind wahre Champions, indem sie mehrmals in ein paar Tagen mit schneller Geschwindigkeit neue Fruchtkörper wachsen lassen. Viele andere Pilze lassen sich auch mit der Tier- und Pflanzenwelt vergleichen. 

 

Hier ist eine Übersicht über…

 

1. Die Größten

 

Größter Mensch: 

 

Robert Wadlow (USA), 2,72 m (ab 2,40 m spricht man von Riesen“)

 

Größtes Tier: 

 

Blauwal ca. 33 m

 

Größte Pflanze:  

 

Hyperion“ Mammutbaum (115,55 m) in den USA

 

Größtes Lebewesen: 

 

Dunkler Hallimasch, dessen Myzel sich mit ca. neun Quadratkilometern (900 Hektar) im Boden von Oregon (USA) erstreckt. Er ist also etwa so groß wie 1200 Fußballfelder!

 

Bei Pilzen sieht man meist nur den Fruchtkörper über der Erde. Ähnlich dem Apfel eines Apfelbaums, ist dies aber nur ein kleiner Teil. Der Großteil des Pilzes wächst unter der Erde. 

Bei einem Eisberg sieht man über dem Wasser nur eine kleine Spitze. Der größere Teil des Eisberg befindet sich unter dem Wasser. Das müssen die Kapitäne wissen, damit sie mit ihrem Schiff nicht gegen Eisberge stoßen.

 

Die größten essbaren Fruchtkörper bei uns sind übrigens die Riesenboviste. Sie werden so groß wie Fußbälle und schmecken als Schnitzel gebacken sehr gut.

 

2. Die Ältesten

 

Ältester Mensch:

 

Jeanne Calment, 122 Jahre (Frankreich)

 

Ältestes Tier:

 

Riesenschwamm, ca. 10000 Jahre

 

Wirbeltier: Eishai (“Grönlandhai“) ca. 400 Jahre

 

Pando, eine Zitterpappel-Kolonie, die über Rhizome (Wurzelverbindungen) verbunden sind. Dabei können einzelne Bäume sterben und immer wieder neue aus der Erde empor wachsen. Das Alter der Kolonie wird auf mind. 80000 Jahre geschätzt.

 

Ältester Pilz:

 

Dunkler Hallimasch, ca. 2400 Jahre

 3. Die Schwersten

 

Schwerster Mensch:

 

Manuel Uribe Garza, ca. 592 kg (Mexiko).

 

Schwerstes Tier:

 

Blauwal, ca. 200 Tonnen. Das entspricht einem Gewicht von fünf vollbeladenen LKW!

 

Schwerste Pflanze:

 

Pando, die Zitterpappel-Kolonie. Die Pflanze wiegt ca. 6000 Tonnen.

General Sherman Tree, Mammutbaum (USA), ca. 1950 Tonnen (einzelne Pflanze).

 

Schwerster Pilz:

 

Dunkler Hallimasch, ca. 600 Tonnen

 

4. Die Schnellsten

 

Schnellster Mensch:

 

Usain Bolt (Jamaika), ca. 45 km/h. Er hält den Weltrekord beim 100 m Lauf mit 9,59 Sekunden.

 

Schnellstes Tier:

 

  1. Luft: Wanderfalke mit 322 km/h
  2. Land: Gepard mit 120 km/h
  3. Wasser: Fächerfisch mit bis zu 110 km/h

 

Schnellste Pflanze (Wachstum)

 

Riesenbambus mit bis zu 70 cm am Tag

 

Schnellster Pilz

 

Vermutlich der Schleimpilz, der sich tatsächlich richtig fortbewegen kann. Setzt man ihn in ein Labyrinth und legt an einem Ausgang des Irrgartens eine Haferflocke hin, findet er die Haferflocke schnell und lässt sie sich schmecken. Er bewegt sich in einer Stunde ungefähr einen Zentimeter vorwärts. Der Schleimpilz überfällt Algen oder sogar andere Pilze und frisst diese auf. Es gibt Menschen, die sich Schleimpilze wie ein Haustier halten. Sie füttern ihre Pilze regelmäßig und schauen ihnen gerne zu. 

 

Die holzzersetzenden Pilze fressen übrigens gerne Bäume. Dem Hallimasch aus den USA sind schon viele Tannen und Fichten zum Opfer geworden.

 

5. Die Hellsten

 

Als “hellsten“ also schlausten Menschen der Welt könnte hier u.a. Albert Einstein genannt werden. Mit “den hellsten“ ist aber das Leuchten gemeint. Es gibt natürlich keine Menschen, die leuchten. In der Tier-, Pflanzen und Pilzwelt sieht das Ganze schon anders aus. Man nennt die “Biolumineszenz“.

 

Hellste Tiere:

 

Glühwürmchen habt ihr vielleicht schon einmal leuchten gesehen. Beim Tiefseeangler-Fisch ist das schon schwieriger. Er hat ein Körperteil über sein Maul ragen, das einer Angel ähnelt. Am Ende der Angel kann er ein Licht 

“anschalten“. Andere Fische werden durch das Licht in der Dunkelheit des Meeres angelockt (das Licht ist somit der Köder) und dann von ihm gefressen.

 

Hellste Pflanze:

 

Die Algen im Meer können leuchten. Wenn du abends an Nordsee sitzt, kannst du es manchmal beobachten.

 

Hellster Pilz:

 

Das Myzel des Hallimasch leuchtet im Dunkeln. Es wächst durch Holz und wird deshalb auch “Leuchtendes Holz“ genannt. Wenn Du den Pilz findest,  kannst Du mit ihm eine Lampe bauen. Früher sollen sich die Völker des Nordens mit dem Holz Wegmarkierungen zur Orientierung bei Nacht gelegt haben.

 

Einige Pilze im Regenwald leuchten grün. Mit dem Licht locken sie Insekten an, die dann die Sporen der Pilze weiter verbreiten.

 

Hier ist unsere erste Erfindung: Die Hallimasch-Signallampe. Das Leuchten des Myzels ist zu schwach um eine Taschenlampe zu ersetzen. Die Kinder hatten dann aber die Idee ein Signallampe zu bauen. Die Lampe macht man sich hinten an den Rucksack man wird dann von hinten gesehen. Das hat den Vorteil, dass dich dein Hintermann auf der Nachtwanderung sehen kann und dich nicht umrennt. Leider hat sie beim ersten Versuch noch nicht geleuchtet.

6. Die Freundlichsten

 

Wer der freundlichste Mensch oder das freundlichste Tier ist, lässt sich natürlich nur schwer sagen. Mutter Teresa hat vielen anderen Menschen geholfen. Das trifft aber noch für viele andere Menschen zu. 

 

Delfine sollen andere Tieren und sogar Menschen helfen, falls diese z.B. durch Haie angegriffen werden. Deshalb könnte man sie als freundlich bezeichnen.

 

Eine fleischfressende Pflanze ist dann eben nicht freundlich, aber Mykorrihza-Pilze wiederum sind es. Sie geben dem Baum Wasser und wichtige Mineralien. Dafür erhalten sie vom Baum Zucker. Vielleicht sind sie ja verliebt…

7. Die Giftigsten

 

Das giftigste Tier ist nicht etwa eine Schlange oder Spinne, sondern eine kleine Qualle. Sie heißt Seewespe und eine kurze Berührung mit ihr führt innerhalb von wenigen Minuten zum Tode.

 

Die giftigste Pflanze in Europa ist der Blaue Eisenhut. Er ist, im Gegensatz zu Pilzen, sogar kontaktgiftig. D.h. durch ein Zerreiben in der Hand kann schon die Gefahr einer Vergiftung eintreten.

 

Bei den Pilzen ist der Grüne Knollenblätterpilz einer der giftigsten. Schon ein ganz kleines Stück, wie etwa ein Lamelle kann dich töten. Pilze, die man nicht genau kennt sammelt man deshalb auch in einem eigen Korb. Denn wenn eine Lamelle abfällt und diese in den Kochtopf gelangt, kann es tödlich enden. In England heißt der Pilz “Death cap“, was übersetzt Todeshut bedeutet.

 

Du kannst Dich allerdings ohne Pilze gegessen zu haben an ihnen vergiften. Die Frühjahrslorchel darf nicht gekocht werden. Die dabei entstehenden Dämpfe können tödlich sein, wenn man sie einatmet!

 

8. Die Stinkendsten

 

Wenn wir uns lange nicht richtig waschen, wie etwa beim Zelten im Wald, stinken wir alle irgendwann. In der Tierwelt riecht das Stinktier sehr schlecht. 

 

Bei den Pflanzen ist die Stinkfrucht entweder beliebt und wird als Obst gegessen oder sehr unbeliebt, denn sie stinkt gewaltig. Bei uns kann man sie leider nicht im Supermarkt kaufen. Vielleicht würde dann niemand mehr einkaufen gehen, denn es stinkt dort schließlich. 

Bei den Pilzen gibt es auch ein paar große Stinker. Sie locken damit Fliegen an, die sich auf den Pilz setzen und dadurch die Sporen weiter verbreiten. Die Stinkmorchel, der Gitterling oder der Tintenfischpilz gehören zu den unangenehmen Zeitgenossen. 

 

Es gibt Pilze, die stinken einfach nur so und wollen damit kein Insekten anlocken. KARIN MONTAG (Herausgeberin des Tintlings: http://tintling.com) beschreibt den Stink-Täubling so: “Er ist der stinkendste. Der Pilz schmeckt sofort sehr scharf und stinkt durchdringend und Ekel erregend nach einer Mischung aus faulen, in Schmieröl frittierten Hühnerfedern mit Bittermandelanis und Marzipan“.

 

Pilzgerüche

 

Neben den ganzen stinkenden Pilzen gibt es noch ganz viel andere Gerüche. Rate mal nach was der Kakaofälbling, der Heringstäubling, der Seifenritterling oder der Maggipilz riechen?

 

Besonders gut duftet der Veilchen Röttelritterling. Wie ein Parfüm und wenn die Weihnachtszeit anfängt könntest Du einen Pappelgürtelfuß unter den Baum stellen. Dieser Pilz riecht nämlich nach Weihnachtsgebäck, Zimtsternen und Pfeffernüssen.

 

 

 

Du hast gerade ganz viel Informationen über Pilze bekommen. Es gibt sehr viele Pilze bei uns (über 10000 Großpilzarten) und viele sind sehr schwierig zu unterscheiden und zu bestimmen. Wenn Du noch mehr über Pilze wissen möchtest, kannst Du dies bei einem unserer Pilzkurse lernen. Denke daran, dass Du die Pilze stehen lässt, denn sie sind wichtig für den Wald. Außer Du möchtest Sie zum Essen sammeln. Dann nimmst Du aber immer deine Eltern mit! Denke daran, dass eine Verwechslung bei Pilzen tödlich sein kann!

 

Einen Überblick über unsere Pilzkurse findest Du hier.


Links

Hier findest Du weitere Informationen:

 

 

http://www.baeren-blatt.de/flash_grafik/puzzle/index.htm 

Pilzpuzzle zum Kennenlernen der Pilze

 

http://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/Broschueren/Waldfibel.html%3bjsessionid=8B7572C218C3FCBD07767473149D3FD3.2_cid154

Die kleine Waldfibel als PDF-Download incl. der 11 Waldregeln (lernen!)

 

http://www.bmub-kids.de

Infos über den Klimaschutz, Pflanzen und Tiere

 

http://www.cybervisuals.ch/work/biolumi/

Infos über die Leuchtpilze

 

http://www.geo.de/geolino

Wissenswertes rund um die Natur mit vielen tollen Kinderrezepten zum Kochen

 

http://www.kika.de/erde-an-zukunft/sendungen/videos/video29076.html

Ein Pilzvideo zum Anschauen

 

http://www.labbe.de/zzzebra/index.asp?themaid=549

Outdoorthemen

 

http://www.naturdetektive.de

Das Bundesamt für Naturschutz vergibt Detektivaufträge

 

http://www.nils-nager.de/

Kindernachrichten und Wissenswertes zur Natur der Zeitung "Die Rheinpfalz"

 

http://www.tierchenwelt.de

Die Tierwelt wir vorgestellt

 

http://www.deutsche-vogelstimmen.de/

Hier kannst Du dir die einheimischen Vogelstimmen anhören (mit Bildern der Vögel)

 

http://www.zeckenschule.de

Wichtiges zum Umgang mit Zecken

 

 

Suchmaschinen:

 

http://blinde-kuh.de

 

https://www.fragfinn.de