Informationen zu den Kursen


Was wird benötigt?

 

"Abenteuer" bedeutet auch mal vermatschte Hosen zu haben. Deshalb kann es sinnvoll sein den Kindern Hosen zum Wechseln bzw. Gummistiefel mitzugeben. Vor Ort wird mit den Kindern aus selbstangebauten Kräutern Tee gekocht. Bei Kälte können zudem Wärmekissen für die Hosentasche Abhilfe gegen das Frieren schaffen. Denken Sie also bitte an geeignete Kleidung und die Ausrüstung für die Kinder. Zecken können vorkommen, sind gerade bei frühem Entdecken relativ ungefährlich. Kribbeln sie die Zecke einfach weg. Ist die Zecke größer hilft eine Zeckenzange, um das Insekt besser zu erwischen.

Im Wald wird nicht immer Mobilfunkempfang sein. Hinterlassen Sie uns bitte dennoch ihre Telefonummer, so dass wir ggf. anrufen können.

"Abenteuer" heißt, selbst Erfahrungen machen zu dürfen. Keine Dauermahner im Hintergrund, sondern gezielte Anleitung und gute Tipps beim Erlernen neuer Techniken, wie dem Umgang mit einem Schnitzmesser, einer Astsäge oder bei der Knotenkunde.

Und "Abenteuer" ist das gemeinsame Erleben von tollen Spielen im Wald, die "auspowern", Bootsrennen mit selbstgebastelten Bötchen auf dem Waldbach oder ein Kurzprojekt wie dem Bau einer kleinen gemütlichen Unterkunft, um darin gemeinsam etwas zu essen und sich auszutauschen.

 

Erleben, entdecken und lernen lässt sich nur, wenn nicht alles durch Verbote geprägt ist. Selbstwirksamkeitserfahrungen schaffen Selbstvertrauen, schaffen Selbstbewusstsein.

 

 

Hierzu passt auch der "Aufruf" in Form des kleinen Gedichts "Verboten" von Michael Ende (d.A. von Momo)

 

"Komm ich mal vom Spiel nach Haus,

dreckverklebt Gesicht und Pfoten,

heißt es gleich: Wie siehst du aus!

Schmutzig machen ist verboten...

 

...Ob man dies macht oder das macht -

alles falsch! Und überhaupt:

Was von allem, das mir Spaß macht,

ist denn eigentlich erlaubt?

(Auszug)

 

Schauen Sie am bestem mal hier auf der Kinderseite vorbei. Die Kinder können sich dort über die Pilze informieren und es werden gute und kindgerechte Internetseiten vorgestellt. Außerdem kann man sich dort tolle Ausmalbilder ausdrucken.

Die Ausrüstungsliste

 

Diese Liste können Sie ihren Kindern geben, bzw. mit ihnen besprechen.

 

Ausrüstungsliste für das Outdoorabenteuer

 

Muss:

  1. kleiner Rucksack
  2. geeignete wetterfeste Kleidung und Regenjacke (evtl. Ersatzhose und Socken)
  3. Essbesteck, Teller, Tasse und Getränkeflasche
  4. Kindertaschenmesser
  5. Bitte beachten Sie, dass ihr Kind wichtige Telefonnummern auswendig wissen sollte (falls der Handyakku mal leer ist).

 

Kann:

  • Fotokamera
  • Fernglas
  • Gummistiefel
  • Kompass
  • Wanderkarte
  • Taschenlampe
  • Sonnencreme und -brille
  • Mückenschutz
  • Sitzunterlage und Hosentaschenwärmekissen
  • Überlebensgürtel mit Survivalausstattung

 

 

Der Überlebensgürtel

Schnell an Sachen zu kommen, die man dringend braucht. Dafür ist der Überlebensgürtel da.
An den Gürtel befestigst Du mit Karabinern:

- Messer
- Taschenlampe (am besten wasserdicht!)
- Kunststoffflasche
- Tasche (Kompass, Verbandzeug, Feuerzeug, Wanderkarte, Handy, Papier und Bleistift, Dreiecktuch und  Geld)
- Signalpfeife
- Survivalwerkzeug

 

 

Ausrüstungsliste für den Pilzkurs (Kinder)

  • evtl. Pilzkorb oder Stofftasche
  • geeignete wetterfeste Kleidung und Regenjacke
  • Verpflegung und Getränkeflasche
  • Kindertaschenmesser (oder Pilzmesser)

Zum Ausdrucken:


Fünf Regeln für Einsteiger

 

1. Es gibt keine Pilze, die kontaktgiftig sind, d.h. du darfst alle Pilze anfassen. Du musst nur aufpassen, dass keine unbekannten Pilze oder Teile davon in den Magen gelangen.

 

2. Als Einsteiger nie Pilze mit Lamellen auf der Hutunterseite sammeln! Sie können tödlich sein, wie z.B. Grüne Knollenblätterpilze. Tückisch: Die tödlich giftigen Arten schmecken weder scharf noch bitter.

 

3. Stattdessen: Nur Röhrenpilze sammeln. Sie sind im schlimmsten Fall ungenießbar oder führen zu einer heftigen Magen-Darm-Verstimmung, sind aber in keinem Fall tödlich. Röhrenpilze - auch Schwammpilze oder Schwammerl genannt - haben auf der Hut-Unterseite eine schwammartige Struktur voller feiner Röhren.

 

4. Schneide den Pilz kurz über dem Boden ab (wenn du ihn sicher kennst) oder drehe ihn vorsichtig aus dem Erdreich, um das "Wurzelgeflecht" (das Pilzmyzel) nicht zu verletzen.

 

5. Als Ausrüstung brauchst du nur einen Korb und ein Messer. Plastiktüten sind tabu. Denn: Pilze verderben wie Fisch oder Fleisch. Also kühl lagern und nur frisch verwerten! Die meisten Pilzvergiftungen werden durch den Verzehr zu alter Pilze von an sich essbaren Arten verursacht. Das Pilzfleisch muss sich fest anfühlen und frisch sein.

Pilze - außer Zuchtchampignons - niemals roh essen! Pilzkunde ist wie das Erlernen einer Sprache: Übung macht den Meister. Genieße das Naturerlebnis und überfordere dich nicht.

Ein bis drei neu gelernte Arten pro Jahr sind eine exzellente Quote!

 

Aus Lüder, Rita: "Die geheimnissvolle Welt der Pilze".

 

 

Bild: So sieht ein idealer Pilzkorb aus. Gut zu tragen, "luftig" für die Pilze und die schräg abgeflachten Seitenwände zur Entlastung der unten liegenden Pilze. Sowie einem Ständer zum Abstellen auf dem Boden. Der angesteckte Baumpilz soll viel Glück beim Suchen bringen.